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Buchkritiken & Buch-Rezensionen im Überblick

Buchkritiken bekommt man heutzutage nicht mehr ausschließlich in Zeitungen oder Zeitschriften. Dies spiegelt auch der Blick auf die Rezensionen zu meinen Büchern wider:

Linker Protest nach dem Deutschen Herbst. Eine Geschichte des linken Spektrums, 1977-79. (2012)

Konrad Sziedat, Historiker, für Sehepunkte im März 2013:

„Michael März ist ein äußerst detailreiches und anregendes Buch gelungen. Der übersichtliche Aufbau gewährleistet eine gute Handhabbarkeit. Der Band bietet eine lohnende Lektüre nicht nur zur Geschichte der westdeutschen Linken, sondern auch zu jener der Bundesrepublik in den Siebziger Jahren.“

Uwe Sonnenberg, Historiker, für H-Soz-u-Kult am 10. Mai 2012:

„Im Sinne […] einer Gesamtdarstellung des linken Spektrums der 1970er- und 1980er-Jahre wünschte man sich zukünftig noch weitere dieser dichten Beschreibungen über Hintergründe, Abläufe, Akteure und Rezeptionen ausgewählter Protestereignisse, wie Michael März sie überzeugend vorgelegt hat.“

Ingmar Hagemann, Politologe, für PW-Portal am 3. Mai 2012:

„Michael März identifiziert auf Seiten der Linken die Jahre 1977 bis 1979 als besonders wichtige Phase einer […] Neubestimmungsdynamik – dramatisch eingeleitet durch den Deutschen Herbst und die Beerdigung von Baader, Ensslin und Raspe. Diese Orientierungsphase nahm dabei ihren Ausgang in einer Krise der Linken, die wesentlich durch die Situation einer erheblichen, teils konfrontativen bis bürgerkriegsähnlichen Distanz zum Staat gekennzeichnet war.“

Revolte gegen die Zeit. Ein Erzählband. (2008)

Sandra Czabania, Journalistin, für Freie Presse am 25. Juli 2008:

„März‘ Figuren scheinen von irgendwoher zu kommen und irgendwohin zu entschwinden. Dazwischen breitet der Jung-Autor, Jahrgang 1981, unglaublich dicht beinahe ganze Biografien aus. Obwohl vieles ungesagt bleibt, manchens gar unverständlich. Das lässt jedoch wunderbar viel Raum für eigene Deutungen. Manche Texte wirken fast ein wenig unfertig. Was ihnen als Sprungbrett fürs Selberdenken keinen Abbruch tut. Und über allem liegt eine fast greifbare Schwermut.“

Klaus Wallmann sen., Onlinepublizist, für RandZone am 12. Oktober 2008:

„Mit seiner ‚Revolte gegen die Zeit‘ schließt März an seinen Debüt-Roman an. Vordergründig scheint es um einzelne Personen zu gehen, doch wer alle elf Geschichten gelesen hat, wird bald herausfinden, daß sich der Autor mit den Befindlichkeiten seines Landes und seiner Menschen befaßt, deren Geschichte, deren Leben von einer tiefen Zäsur geprägt ist. […] Wenn der Autor mit dieser Klarheit weiter schreibt, dürfte noch Einiges von ihm zu erwarten sein.“

Julia Reinard, Redakteurin, für hEFt – Literatur, Stadt und Alltag im Januar 2009:

„Die Geschichten sind handwerklich gut gearbeitet, bilden also geschlossene Einzelwerke mit Kern und Möglichkeit der Wiedererkennung, mehr noch, auch die Zusammenstellung ist konsequent und zielstrebig dem Thema Zeit […] untergeordnet.“

Die Machtprobe 1975. Wie RAF und Bewegung 2. Juni den Staat erpressten. (2007)

Edda Neumann, Journalistin, für Vorwärts.de am 6. September 2008:

„Dieses Buch arbeitet sehr faktenreich eine Lücke in der Geschichte des Linksterrorismus auf. Der knappe Erzählstil und die gut nachvollziehbaren Schlussfolgerung des Autors machen diese wissenschaftliche Arbeit lesenswert.“

Matthias Dahlke, Historiker, für H-Soz-u-Kult am 20. August 2007:

„Der 30. Jahrestag des so genannten ‚Deutschen Herbsts‘ ist nah. Nachdem im Jahr 2006 gleich zwei umfangreiche Sammelbände zu verschiedensten Aspekten des Linksterrorismus veröffentlicht worden sind, scheint es auf den ersten Blick, als wenn kaum noch Neues zu erschließen wäre. Das ist weit gefehlt. Michael März ist es mit seiner 2006 eingereichten und für den Druck erweiterten Magisterarbeit gelungen, wissenschaftliches Neuland zu betreten. […]“

Bernd Hüttner, Journalist, für Neues Deutschland am 15. Juni 2007:

„Das Jahr 1975 war innenpolitisch stark von zwei Ereignissen geprägt, die heute im Zuge der neuerlich aufgeflammten RAF-Debatte wieder in Erinnerung gerufen werden. In beiden Fällen, schreibt Michael März in seiner nun als Buch erschienenen Magisterarbeit, hätten Angehörige bewaffnet agierender Gruppen aus der Linken ‚den Rechtsstaat herausgefordert‘ und ‚die Machtfrage gestellt‘. Die ersten Aktionen sind die Entführung des Berliner CDU-Vorsitzenden Peter Lorenz mitten im Wahlkampf im Februar und die in einem Fiasko endende Besetzung der deutschen Botschaft in Stockholm zwei Monate später. Peter Lorenz wurde von der ‚Bewegung 2. Juni‘ entführt, einer eher sozialrevolutionären militanten Gruppe, die sich nach dem Todestag von Benno Ohnesorg im Jahr 1967 benannt hatte.“

Stilles Finale. Aus den Aufzeichnungen eines Lehrers. (2005)

Anne Guckland, freie Beiträgerin, für das MDR Sputnik-Community-Webmag im November 2005:

„Da der Roman in Tagebuch-Form verfasst ist wirkt er sehr stark authentisch und real. Man kann den Gedanken und Gefühlen des Lehrers Radtke, trotz seines Alters, auch als junger Mensch sehr gut folgen.“

Christine Rabe, Redakteurin, für das Amtsblatt der Stadt Crimmitschau am 06.07.2006:

„Hauptschauplätze seiner […] realitätsnah verarbeiteten Handlung sind in der hiesigen Region angesiedelt, so dass bekannte Orte und Landschaften die Identifikation des Lesers mit dem Buch, seinem Erzähler und der Geschichte steigern dürften.“